Bei Öl- und Gassuche heißes Wasser gefunden

In den vergangenen 40 Jahren sind zahlreiche Tiefbohrungen zur Erkundung von möglichen Gas- und Ölvorkommen in Bayern niedergebracht worden. Aber anstatt fossile Brennstoffe zu finden, stieß man oft auf große Mengen Thermalwasser. Auch in der Region um Kirchweidach und Garching a. d. Alz wurde in den Tiefen zwischen 3.000 - 4.000 Meter heißes Wasser gefunden.

 

Was ist geplant?

Die Auswertung der Seismikuntersuchung im Aufsuchungsfeld rund um Garching a. d. Alz zeigt sehr gute Ergebnisse, sowohl bei der Temperatur als auch bei der Schüttungsmenge des Thermalwassers. Große Sicherheit geben auch die Ergebnisse der Bohrungen im benachbarten Kirchweidach. Die Resultate trafen mit 124 Grad Celsius und einer Schüttungsmenge von zirka 130 Liter pro Sekunde in etwa die Erwartungen der Projektgesellschaft. Diese Kapazitäten ermöglichen es, den Energievorrat das ganze Jahr zu nutzen. Das heißt, nicht nur für die Wärmeversorgung während der Heizperiode, sondern auch ganzjährig zur umweltfreundlichen Stromgewinnung.

 

Die Bohrungen

Der Bohrstandort wurde bereits vertraglich gesichert. Eine Festlegung der Bohrungen erfolgt nach erfolgreichem Abteufen der Bohrungen im benachbarten Projekt Bruck.

 

Das Geothermiekraftwerk

Das Kraftwerk zur Wärme- und Stromgewinnung wird mit der ORC-Technologie (Organic Rankine Cycle) mit geschlossenem Kreislauf betrieben. Die abschließenden Planungen werden nach dem Kraftwerksbau in Bruck erfolgen, welches unten schematisch dargestellt ist.

  • Nach den Bohrungen ist jeweils nur noch ein Kraftwerksgebäude vorhanden, das sich dank der hohen Baumbestände am jeweiligen Standort gut in die Landschaft integriert und im entsprechenden regionalen Baustil errichtet werden kann. Mit den Maßen von 25 x 35 Meter entspricht jedes Gebäude einem größeren Kuhstall.
  • Eine Kühlung durch Verdampfung von Wasser ist nicht vorgesehen. Somit kommt es nicht zu einem zusätzlichen Wasserverbrauch oder Nebelbildung.
  • Die schallreduzierten Lüfter werden in Ständerbauweise auf einem transparenten Stelzensystem montiert.
  • Die Schallemissionen sind gering und im Abstand von 300 Meter so gut wie nicht mehr zu hören.

 

 

Es bieten sich an den vorgesehenen Standorten Kraftwerksgebäude im ländlichen Stil an. Selbstverständlich sind bei abweichenden Interessen seitens der Kommune oder der Öffentlichkeit auch gänzlich andere architektonische Stile realisierbar.

 


3D-Visualisierung

 

Finanzierung und Sicherheit

Die Geoenergie Bayern führt das von der Unternehmensgruppe STREICHER initiierte Projekt seit April 2012 allein verantwortlich weiter. Die Geoenergie Bayern trägt sämtliche Kosten und Risiken für die Aufsuchung der Erdwärme, Projektierung und die Errichtung des Kraftwerks inklusive aller Erschließungskosten. Auf die Gemeinde Garching a. d. Alz kommen hieraus keine Kosten oder Risiken zu.

Alle rechtlichen Vorgaben und Schritte werden eingehalten wie:

  • ausführliche Naturschutzgutachten
  • Wasserrechtliche Prüfung des hochgepumpten und zurückgeförderten Thermalwassers
  • Gutachten über die Sicherheit und Arbeitsschutz während der Bohr- und Bautätigkeiten
  • Schallausbreitungsgutachten gemäß topografischer Gegebenheiten vor Ort

Erst wenn all diese Gutachten vorliegen, entscheiden das Berg- und Landratsamt darüber, ob und wie gebohrt, bzw. gebaut werden darf. Das Bergamt überwacht während der gesamten Bohr- und Bauphase die Einhaltung aller Auflagen.

 

 

 

 

 

Lizenzfeld / license area