Das dritte Projekt im Portfolio der Geoenergie Bayern ist Garching, ebenfalls in der Gemeinde Garching an der Alz (Einwohnerzahl 9.300) gelegen und in naher Entfernung vom ersten Geothermieprojekt Kirchweidach (Distanz ca. 5 km). Aufgrund der Nähe zum bereits realisierten Projekt in Kirchweidach ist die Informationslage für die Exploration des Projekts Garching besonders hoch.

Das Geothermieprojekt Garching ist eines von zwei geplanten Geothermieprojekten in der Gemeinde Garching a. d. Alz (siehe Projekt Bruck). Aus geologischen Gesichtpunkten ist der Standort ausgezeichnet geeignet. Im Untergrund verläuft eine große Störungszone mit weiteren kleineren Nebenstörungen, die hohe Reservoirtemperaturen und hohe Förderraten erwarten lässt. Der Standort für den Bohrplatz und das Kraftwerk wurden bereits vertraglich gesichert. Die Schallemissionen sind aufgrund der vorhandenen Gegebenheiten gering.

Die Gemeinde Garching an der Alz begrüßt die Entwicklung von Geothermieprojekten in ihrem Gebiet. Mehrere Informationsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger sind im Vorhinein abgehalten worden. Auch im Gemeinderat wurde das Projekt frühzeitig vorgestellt und einstimmig befürwortet.

Das Potential für die kommunale Wärmeversorgung ist ähnlich hoch wie in Kirchweidach, welches bereits realisiert wurde. Die Gemeinde Garching ist stark an einer Fernwärmeversorgung sowohl aus dem Projekt Bruck, als auch aus dem Projekt Garching interessiert. Des Weiteren hat ein bedeutender Hersteller sein Interesse an einer Wärmeversorgung bekundet und weitere industrielle Anwendungen sind möglich. Zurzeit befindet sich ein Wärmekataster in Aufstellung anschließend werden die nächsten Schritte vorgenommen. 

 

 

Was spricht dafür?

  • Gute geologische Voraussetzungen auf dem Gebiet der Gemeinde Garching a. d. Alz.
  • Bereits abgeschlossene seismische Untersuchungen mit guten Ergebnissen: Es werden Temperaturen zwischen 120 Grad Celsius und 130 Grad Celsius in einer Tiefe zwischen 2.900 und 3.700 Meter erwartet.
  • Bewährtes Verfahren mit Hydrothermaler Geothermie: Der heiße Wärmestrom wird zur Energieversorgung genutzt, der natürliche Wasserkreislauf wieder geschlossen.

Gemeinsam zur Energiewende mit Geothermie, v.l.: Richard Koll, FW, Lorenz Kriechbaumer, FoP, Johannes Schweiger, Dipl. Geograf, Geoenergie Bayern GmbH, Wolfgang Reichenwallner, Bürgermeister Garching a. d. Alz, Bernhard Gubo, Geschäftsführer Geoenergie Bayern GmbH, Anton Anwander, SPD, Tobias Zech, CSU. Foto: Keidel-Landsee
 

 

 

 

 

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